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AMS-2644:
ist der für die Luftfahrt und die amerikanische Industrie relevante Standard wenn es um Eindringprüfung geht. Diese amerikanischen Norm wird durch eine sog. QPL (qualified product list) ergänzt. In dieser sind alle Eindringprüfsysteme die die Anforderungen der Norm erfüllen und nach dieser zugelassen sind aufgeführt. Viele manuals (Betriebs- und Reparaturanweisungen) von Flugzeug- und Triebwerksherstellern wie Airbus, Boeing, GE, Fokker, Rolls-Royce, P&W, MTU oder Organisation wie NADCAP verweisen für Prüfung von Neu- oder Overhaul-Teilen auf die AMS-2644.

ASME-Code:
Spricht man ist in der ZfP vom ASME-Code ist meist die Section V des 'ASME Boiler and Pressure Vessel Code (BPVC)', der American Society of Mechanical Engineers (ASME), gemeint, der die zerstörungsfreie Untersuchung, von der Spezifikation der Prüfmittel bis zur Durchführung, im industriellen Umfeld regelt.

Eindringprüfmittel:
sind gefärbte Flüssigkeiten die aufgrund ihrer guten Benetzbarkeit in, nach außen offene, Oberflächenfehler eindringen und dadurch eine Anzeige erzeugen. Sie werden im Sprachgebrauch auch Penetrant, Penetriermittel oder einfach nur Eindringmittel genannt. In der DIN/EN/ISO 3452 wird primär zwischen Eindring(prüf-)mittel (die nur unter UV-Strahlung eine Anzeige bringen) und Farbeindring(prüf-)mitteln unterschieden (siehe hierzu den weiteren Eintrag).

Eindringprüfung (fluoreszierend):
auch FPI (fluorescent penetrant inspection) genannt, bezeichnet man die Eindringprüfung mittels fluoreszierenden Eindringmittel. Die Auswertung erfolgt hier grundsätzlich bei einer maximalen Helligkeit von 20 lx und mit Hilfe einer UV-Lampe.

Farbeindringprüfmittel:
sind alle nicht ausschliesslich fluoreszierenden Eindringprüfmittel (Eindringmittel). Man nennt diese so, da sie schon bei Tageslicht eine farbige Anzeige generieren. Farbeindringmittel sind in der Regel rot, für Spezialanwendungen gibt es sie auch in blau und orange (vgl. hierzu Eindringprüfmittel).

Farbeindringprüfung:
auch DPI (dye penetrant inspection) oder rot-weiss Verfahren genannt, bezeichnet man die Eindringprüfung mittels farbigem, meist rotem, Eindringmittel. Die Auswertung erfolgt hier grundsätzlich Tageslicht mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 500 lx.

ferromagnetisch:
sind alle Materialien, die von Magneten angezogen werden. In der Regel sind das Eisen, Kobalt und Nickel, sowie deren Legierungen. Vor der Durchführung einer Magnetpulverprüfung ist sicherzustellen, dass der Werkstoff ausreichend magnetisierbar ist.
Austenitische Stähle sind zum Beispiel nicht magentisierbar und können deshalb nicht mit der Magnetpulverprüfung geprüft werden.

fluoreszierend:
sind Stoffe und Farben, die unter UV-Strahlung sichtbar werden. Sie wandeln UV-Strahlung in sichtbares Licht um. In der ZfP wird meist eine gelbe Anzeige erzeugt, da diese, im Dunkeln, vom Auge am besten wahrgenommen wird.

Fluxen:
nennt man die Durchführung einer Magnetpulverprüfung.

LED-Technik:

elektrische Halbleiter-Dioden die Licht, UV- oder IR-Strahlung erzeugen

Vorteile:
- kleine Baugröße
- große Flexibilität
- hohe Skalierbarkeit
- sehr hohe Effizienz im Vergleich zu Glühlampen
- hohe Lebensdauer
- realtiv geringe Wärementwicklung

 

Lux:
abgekürzt lx, ist die Einheit für die Beleuchtungsstärke. Diese kann man als die Helligkeit auf einer bestimmten Fläche bezeichnen.

MIL-Standard:
Unter dem amerikansichen MIL-Standard versteht man die Standards die früher von der amerikanischen Militärbehörde, u.a. für die Luftfahrt herausgegeben wurden und heute zum Größtenteil . So basiert der AMS-2644 für die Farbeindringprüfung (Penetrant testing) und die dazugehörige QPL (qualified product list) im Wesentlichen auf den MIL-STD-271, MIL-STD-410, MIL-I-25135 und MIL-I-6870 Standards.
Der Magnetpulverprüfung auf MIL-STD-1949.

nachemulgierbar:
nachemulgierbare Eindringprümittel sind nicht wasserlöslich und somit auch nicht abwaschbar. In kritischen Anwendungsfällen wird dieser Effekt genutzt um einen Überwaschung weitestgehend auszuschliessen. Eine Waschung der Oberfläche wird die diesen Prüfmittel mittels eines Emulgators realisiert, die Oberfläche wir entweder kurz in einen lipophilen Emulgator getaucht oder mit einem wasserverdünnten, hydrophilen Emulgator aufgesschäumt und anschliessend mit Wasser nachgewaschen.

Remanenz:
ist die zurückbleibende Magnetisierung, also die Eigenschaft eines Werkstoffes, nach einer Magnetisierung selbst magnetisch zu bleiben. Eine hohe Remanenz bedeutet, dass ein Großteil des angelegten Magnetfeldes, nach dessen Entfernung, erhalten bleibt. Werkstoffe mit niedriger Remanenz sind nach der Magnetisierung nur noch ganz wenig oder garnicht magnetisch.

Skineffekt:
auch Hauteffekt, nennt man den Effekt, dass bei Wechselstrommagnetisierung, aufgrund der wechselnden Polarität des Stromflusses, die Magnetisierung nur direkt an der Oberfläche (bis etwa 2 mm tief, bei 50 Hz) stattfindet.

UV-Strahlung:
ist die Abkürzung für ultraviolette Strahlung, auch UV-Licht genannt.

ZfP:
ist die Abkürzung für "zerstörungsfreie Werkstoffprüfung". Im Sprachgebrauch wird oft auch von der "zerstörungsfreie Materialprüfung" gesprochen. Die Abkürzung ZWP wird heute zur stärkeren Deutlichmachung des Schwerpunkts der ZfP auf das zerstörungsfreie nicht mehr verwandt.